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Bericht zum 140. Stiftungsfest Im Jahr 1871 wurden die Grundsteine für das gelegt, was wir an diesem letzten Oktoberwochenende 2011 in der Hauptstadt feiern durften: das 140 jährige Bestehen der Landsmannschaft Preußen. Um dem Anlass würdig zu begegnen, erstreckten sich die Feierlichkeiten auf vier Tage. Der Auftakt erfolgte mit dem Begrüßungsabend am Donnerstagabend, gefolgt vom Festball am Freitag, über den Festkommers am Samstag bis zum Frühshoppen am Sonntagvormittag und dem abschließenden, leisen Abtrunk am Abend desselben Tages.  Ein „Hallo“ beim BegrüßungsabendBeginnen wir ganz vorne. Der Begrüßungsabend war kräftig besucht und es hat den Aktiven viel Freude bereitet, jene zahlreichen Alten Herren wieder auf dem Preußenhaus zu sehen, die sonst eher das Licht von Preußens Gloria scheuen. Erstaunlich für mich war auch die große Anzahl von Bundesbrüdern, die ich noch nie zuvor kennengelernt habe - heureka! Der Begrüßungsabend würde ausgiebig genutzt um alte Freunde wieder zu sehen und den gemeinsamen Erinnerungen zu frönen. Auch das fantastische Buffet ließ keinen Gaumen trocken, sodass die Weichen für ein erfolgreiches Fest schon früh gestellt wurden. Der Abend wurde abgerundet durch die Bandaufnahme zweier Hausbewohner, die wenige Wochen zuvor auf das Haus gezogen sind – der Aktienkurs der Fuxenkasse zog prompt an!   Bild II: Aktive Bundesbrüder am Begrüßungsabend  Bild III: Gäste des Begrüßungsabends zusammen mit AH Wilk und dem König von Preußen Der Festball auf dem LogenhausFestlich sahen sie aus, die Preußen in ihren Smokings und Fliegen, mit ihren Sektbändern und Lackschuhen. Bezaubernd sahen sie aus, die Damen mit ihren prachtvollen Kleidern, künstlerisch ausgearbeiteten Haaren und den dezent platzierten Schmuckaccessoires, die kein Männerherz unberührt ließen. Der Festball am Freitagabend fand auf dem Logenhaus in Berlin-Dahlem statt. Das großflächige Haus bot den würdigen Rahmen für den Tanzabend, der die Form eines Dîner Dansant an nahm, also eines mehr gängigen Menüs mit Tanzeinlagen.   Bild VI: Der Ballleiter Wilk und der Erstchargierte eröffnen den Ball Bild V: Der Ballleiter in bester Laune  Und sie schwangen die Hüften – die Alten Herren! Erstaunlicherweise weniger die Aktiven, die eher schüchtern auf ihren Plätzen saßen und erst nach Nachdruck ihrer Begleiterinnen die schweren Beine in Wallung brachten. Um gerecht zu bleiben muss ich sagen, dass aB Hellmers mit seiner Freundin und aB Sikarulidze mit seiner Verlobten hier eine klare Außnahme darstellten! Das Menü war exzellent, einmal abgesehen vom etwas trocknen Salat zum Einstieg, den AH Wilk aber mit exzellentem, trockenen Humor wieder schmackhaft machte. Überhaupt führte AH Wilk den Ball souverän und unterhaltsam, beginnend beim Eröffnungstanz über die Moderation bis zu den abschließenden Mensurtänzen. Auch die Chargierten unser lieb-befreundeten Landsmannschaft Ghibellinia waren anwesend und stellten mich mit meiner eigenen Freundin tänzerisch so sehr in den Schatten, dass die Vorwürfe an meinem fehlenden Können noch Tage lang nachschallten. Ein Festkommers der besonderen ArtDreizehn Chargenteams traten an, um mit den Preußen gemeinsam Geburtstag zu feiern. Mehr als 140 Menschen fanden sich zusätzlich an den Tischreihen ein und verliehen der Veranstaltung eine nachhaltige Prägung.  Bild VI: Chargenteams auf dem Festkommers. Die Aufnahme stammt von Teutonia Bonn.  Die Chargenteams trafen als erstes auf dem Logenhaus ein, und wurden nach einer kleinen Stärkung mit „Fingerfood“ in die Chargenfolge eingewiesen. Die Aktivitas möchte sich an dieser Stelle ganz herzlich bei den Landsmannschaften Ghibellinia Tübingen, Pomerania Halle-Aachen, Rhenania Jena zu Marburg und Jena, Teutonia Bonn, Macaria Köln, Borussia Stuttgart, Schottland Tübingen, Spandovia Berlin, Thuringia Berlin, Troglodycia Kiel, Hercynia Mainz und der Turnerschaft Berlin bedanken – sie waren tolle Gäste und wir haben die Zeit mit ihnen genossen.  Bild VII: Die Nationalhymne wird gesungen  Der Festkommers verlief reibungslos, besonders die Festrede von AH Schierz wird dem einen oder anderem Besucher lange in Erinnerung bleiben: Das Thema Spaß in der Verbindung wurde in einer extravaganten Art dargestellt, begleitet von viel Gelächter der Corona. Nicht alle waren mit den vorgestellten Thesen einverstanden, aber diese kleinen Provokationen sind es schließlich, die unser AH Schierz so liebt und die ihn auszeichnen.  Der Vater unseres Krassfuxen Weinert hat sich freundlicherweise bereit erklärt, die Kommersmusik am Festabend zu spielen. Auch ihm möchten wir ganz herzlich danken! Die Preußen chargierten mit dem X Blöcher, dem XX Hellmers und dem XXX Japaridze. Auch der junge Erstchargierte Blöcher hat eine sehr gute Figur gemacht. Die Aktivitas wird aber niemals das kräftige „Ahhhhhhhhhhh!“ vergessen, das ihm nach einem kräftigen Schluck Bier entglitt, ohne zu merken dass das Mikrofon noch angeschaltet ist - auch die Corona zeigte sich sichtlich erfreut und stimme mit ein.  Nachdem der offizielle Kommers endete und die Chargenteams aus marschierten, übernahm der AHV Niemeier das Präsidium und die Veranstaltung nahm eine lockere Form an. Zahlreiche Vertreterreden verkündeten die besten Wünsche, ihnen folgte oft die Übergabe eines Gastgeschenks. Über die vielen tollen Ideen und guten Einfälle haben wir uns sehr gefreut und möchten uns bei allen Schenkenden erneut ganz herzlich bedanken!    Bild VIII: Mehr als 130 Gäste fanden sich in der Festcorona ein Frühshoppen und leiser AbtrunkZum Frühshoppen am folgenden Sonntag fuhr das Faxenpaar wieder schwere Geschütze auf. Mehr als hundert angemeldete Gäste aßen vom reichhaltigen Buffet, das vom frischen Lachs bis Lammkotelettes keinen Feinschmeckergaumen trocken ließ. Alle Chargenteams waren eingeladen, und so wurde die Zeit genutzt um das doch anstrengende Wochenende würdig ausklingen zu lassen. Man merkte dem einen oder anderen Aktiven deutlich an, das Berlin ein ausgeprägtes und vielseitiges Nachtleben anbietet. Die meisten Gäste reisten am Nachmittag ab, die Aktivitas half dem Faxenpaar noch bei den Umräumarbeiten und bereitete sich mental bereits auf den folgenden Landesvater vor, der um 19 gestochen wurde.  Bild X: Frühshoppen auf dem Preußenhaus  Nach dem Zeremoniell des Landesvaters begann der traditionelle, interne, leise Abtrunk, der dieses Mal teils etwas lauter wurde, was AH Vogler aber zu korrigieren wusste. Nachdem AH Neelsen während der ersten Fidulität das Contrarium übernahm, herrschte auch endlich Ruhe im Fuxenstall. Eine durchweg unterhaltsame Veranstaltung, die die Alten Herren wie auch die Aktiven sehr genossen und zudem nutzen, um einem ereignisreichen, schönen Wochenende, eine ganz besondere Abschlussnote zu geben.   Bild XI: Stilsichere Kravatten sind Pflicht!  Bild XII: Der Erstchargierte sichtlich erleichtert beim leisen Abtrunk  Die Aktivitas bedankt sich abschließend noch bei unserem lieben AH Reißiger, für die viele allgemeine Hilfe und Organisation des Festkommerses; bei unserem lieben AH Schmidt, für die Einweisung und Leitung aller Zeremonien; bei unserem AHV Niemeier für seinen unglaublichen Arbeits- und Organisationsaufwand; bei AH Wilk für die Organisation und Leitung des Balls; Bei AH Müller-Baronsky für die Organisation der Damen- und Kulturprogramme; Bei Herrn Weinert für die Musik bei unserem AH Vogler für sein unendliches Engagement in der Aktivitas; beim Faxenpaar Schenk und Wiese für die klasse Bedienung; bei AH Neumann für die Fotos und bei allen Preußen, die aus der Ferne zu uns in die Hauptstadt gefunden haben, um mit uns dieses fulminante Fest zu feiern. Danke. Es sendet die treusten Preußengrüße, Euer AH Schneider Z!Z! X, FM |
Ein Stück Berliner Geschichte feiert Jubiläum – die Landsmannschaft Preußen begeht ihr 140. Stiftungsfest, und mit ihr zahlreiche Gäste aus der gesamten Bundesrepublik. Ein illustrativer Bericht zu einem pompösen, farbenfrohen Fest einer stets jung gebliebenen Studentenverbindung.